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Erben immer noch ein Tabu – Nachlass frühzeitig regeln

Sep 14, 2016 (0) comment | Autor: Raimund Rost

Wer seinen Nachlass frühzeitig regelt, kann seinen Nachkommen Stress und Steuern sparen.

Wer sich mit Erbschaften beschäftigt, muss auch über den Tod reden – das eine bedingt das andere. Da dieses Thema aber recht unangenehm ist, wird es in deutschen Haushalten eher selten angesprochen. Statistiken besagen, dass circa 60 Prozent der über 50-Jährigen keine Regelungen für den Fall ihres Todes getroffen haben. Die gesetzliche Erbfolge greift in diesen Fällen zwar, allerdings wird aufgrund der heutzutage vielen möglichen Familienkonstellationen auch hier die genaue Berechnung äußerst kompliziert.

Freibeträge nutzen

Wer sich traut, über das Thema zu reden, erspart seinen Nachkommen nicht nur viel Ärger und Stress: Auch der finanzielle Aspekt kann hier eine große Rolle spielen. Denn Schenkungen vor dem Eintritt des Todes können den Wert des Nachlasses deutlich verringern und somit auch die Steuerlast eindämmen.

Für Kinder gilt hier ein Freibetrag von 400.000 Euro, während Ehepartner gar mit bis zu 500.000 Euro bedacht werden können, ohne Steuern dafür zahlen zu müssen. Ist der Wert des Nachlasses – im Schnitt liegt dieser pro Erbschaft bei ca. 300.000 Euro – größer, können die Freibeträge bei Eintritt der Erbschaft gegebenenfalls erneut genutzt werden. Denn diese stehen alle 10 Jahre neu zu Verfügung.

Schenkt ein Vater seinem Sohn beispielsweise ein Haus, dessen Wert in den Freibetrag des Sohnes fällt und verstirbt erst 10 Jahre später, hat der Sohn erneut einen Freibetrag von 400.000 Euro zur Verfügung, den er zur Vermeidung der Erbschaftssteuer nutzen kann. Im Idealfall zahlt der Sohn also keine Steuern für den gesamten Nachlass des Vaters.

Stress vermeiden, offen sein

Neben den steuerlichen Vorteilen lohnt sich ein Testament aber auch auf anderen Ebenen. Ist der Nachlass genau geregelt, können Ungereimtheiten, Stress und familiärer Zwist im Todesfall auf ein Minimum beschränkt werden. Denn bei vielen Menschen gilt leider auch noch heute: Bei Geld hört die Freundschaft – oder die Verwandtschaft – auf.

Um etwaige Missverständnisse bereits im Vorfeld auszuräumen, ist es in diesem Fall auch ratsam, die Regelungen frühzeitig anzusprechen. Auf diese Weise können die Entscheidungen ruhig und sachlich diskutiert werden, ohne emotionalen Ballast aufzustauen.

Bild-Quelle: © Shutterstock / Photographee.com

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