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Rezession

Der Begriff der Rezession ist dem lateinischen Wort „recessus“ entlehnt, welches „Rückgang“ bedeutet. Ist im finanziellen Jargon von „Rezession“ die Rede, so spricht man von jenem Zeitabschnit der Konjunktur, in welchem eine generelle Abschwächung einer Volkswirtschaft stattfindet. Der Konjunkturzyklus wird gerne durch ein verbreitetes Zwei-Phasen-Schema dargestellt. Dieses ist in die Phase des Aufschwungs und die Phase des Abschwungs unterteilt. Die Aufschwungphasen nehmen erfahrungsgemäß den größeren Anteil ein. Abschwungphasen sind in der Regel zeitlich eher kurzer Natur.

Eine Volkswirtschaft befindet sich der Definition nach dann in einer Rezession (Abschwungphase), wenn sich ihr Wirtschaftswachstum (das Bruttoinlandsprodukt) negativ entwickelt, und das in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Es handelt sich also um einem wirtschaftlichen Abschwung, der im Zweifel in eine Depression münden kann. Unter einer Depression versteht man einen verheerenden Einbruch der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes.

Einer Rezession geht erfahrungsgemäß eine Stagnation der Wirtschaft voraus. Etwaige Kapazitäten können nicht mehr voll ausgelastet werden und der Beschäftigungsgrad nimmt ab.  Durch einen niedrigen Beschäftigungsgrad und eine damit verbundene Einkommensverminderung geht der private Konsum zurück. Aufgrund sinkender Nachfrage nach Gütern (Waren, Dienstleistungen) entsteht ein Angebotsüberschuss. Dieser Überschuss kann in der Regel nur durch sinkende Marktpreise beseitigt werden (siehe Inflation, Deflation). Diese Umstände beschleunigen den Abschwung der Volkswirtschaft, der in drastischen Fällen in die Phase der Depression übergeht.

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